Lissabon

Meinen Koffer für mein nächstes Abenteuer nach Lissabon habe ich am Donnerstagabend gepackt. Mit im Gepäck nicht wie üblich waren mein Abendkleid und hohe Schuhe, denn mein kleiner Trip habe ich mit einer Hochzeit von guten Freunden verbunden, die dort den Bund fürs Leben schlossen.

 

Am Freitagnachmittag nach meiner Arbeit ging es los direkt an den Flughafen Zürich. Mein Koffer wurde mir von meiner besten Freundin und dessen Freund mitgebracht. Nachdem wir unserer Koffer abgegeben haben und durch die Sicherheitskontrollen liefen (ein Glück auch dieses Mal nahmen Sie mich nicht raus) gingen wir noch was Essen. Gestärkt stiegen wir dann in unser Flugzeug (Vueling) ein und warteten bis sich das Flugzeug vom Boden abhob.

 

Nach knapp 3 Stunden Flug sind wir dann etwa um 17 Uhr am Flughafen in Lissabon angekommen. Nachdem wir unsere Koffer zusammen gesucht haben sind wir mit einem Shuttle zu unserer Autovermietung gefahren worden. Wir haben uns für die paar Tage ein Auto gemietet, da diese Hochzeit in Evora stattfand und wir beschlossen mit dem Auto dorthin zu Reisen.

 

Schlussendlich nach langem Suchen in der Stadt sind wir dann in unserem Bed & Breakfast Hotel in Mitten der City angekommen. Und das nach dem wir dann endlich ein öffentliches Parkhaus für unser Auto gefunden hatten. Da es dann schon irgendwie 19 Uhr war, entschlossen wir uns nur kurz umzuziehen und dann was essen zu gehen.

 

TAG 1:

 

 

Um 8 Uhr sind wir aufgestanden um zu frühstücken. Das Buffet war klein mit wenig Auswahl. Es gab Brötchen, Käse, Fleisch, Früchte und irgendwelche Kuchen.

 

Mit Sonnencreme eingecremt, Gestärkt und mit vollem Magen ging es dann für uns los um Lissabon zu erkundigen. Wir kauften uns am Touribus-Häuschen ein Ticket  welches 48h gültig war und stiegen dann in den Hopp-On-Hopp-Off Bus ein um die erste Route abzufahren. Dies ging 90 Minuten lang. Danach entschlossen wir uns etwas Kleines zu essen da wir langsam Hunger hatten. Etwas später ging es dann weiter mit der zweiten und letzten Route mit dem Hop-on-Hop-Off Bus. Wir sahen auf diesen beiden Routen sehr vieles von Lissabon. Der alte Teil der Stadt mit historischen Bauten und die neue luxuriöse Seite der schönen Stadt. Zwischen durch sind wir auch mal ausgestiegen um uns was Genaueres anzusehen. Das Wetter war sehr heiss und manchmal fast 37 Grad, da nützte bei mir auch die Sonnencreme mit 50 + nichts. Habe mich prompt verbrannt naja, wir waren auch die ganze Zeit mit dem Bus in der Sonne unterwegs. Wir wollten dann etwas später auch noch mit der Bimmelbahnfahren (diese war schliesslich fast die gleiche wie in San Francisco. Als wir einstiegen hatten wir dieses kleine Ding (insgesamt mit etwa 14 Plätzen) für uns alleine. Leider konnten wir dann nicht weit fahren und wurden nach wenigen Minuten vom Chauffeur rausgeschmissen. Der Grund war, dass wir nicht mehr weiterfahren konnten, weil etwas weiter vorne ein Unfall geschehen ist. Es ist ein normaler Strassenbus in das Tram (oder umgekehrt) hineingefahren. Die Polizei leitete den Verkehr und die Ambulanz und Feuerwehr waren auch dort. Wir sind dann zu Fuss wieder zurück gelaufen.

 

Am  Schluss sind wir dann noch ein wenig Shoppen gegangen bevor wir uns am Ende des Tages das Nachtessen gönnten. Denn am nächsten Tag sind wir ja auf ein Hochzeitsfest eingeladen worden.

 

TAG 2:

 

 

Es war Sonntagmorgen früh. Meine beste Freundin war schon seit 05:15 Uhr wach um Ihre Haare zu frisieren. Heute hatten wir einen relativ stressigen Tag vor uns.

 

Nachdem Sie mit sich fertig war, kam sie zu mir ins Zimmer und frisierte mich zu Ende. Insgesamt etwa 3 Stunden hatte sie für beide Frisuren. Danach gingen wir Frühstücken und fuhren um etwa 10:10 Uhr mit dem Mietauto los nach Evora.

 

Nach cirka 90 Minuten Fahrt kamen wir bei unserem Hotel Ibis an. Leider konnten wir dort dann noch nicht einchecken da unsere Zimmer noch nicht bereit waren und wir um 12 Uhr beim Hotel der Braut sein mussten für den Apéro.  Deshalb liessen wir unsere Koffer im Auto und nahmen nur unsere Kleider und Schuhe und was man sonst so braucht für das Hochzeit raus und zogen uns in der Toilette des Hotels um.

 

Als wir dann ready waren liefen wir los uns suchten das Hotel der Braut, welches nur etwa 5 Minuten zu Fuss entfernt war. Dort fand dann ein kleiner Apéro mit all den Gästen (Familie und Freunde) der Braut aus der Schweiz statt (zur Info: insgesamt waren 150 Gäste eingeladen davon waren 25 Personen Schweizer und der Rest Portugiesen).

 

Danach wurden wir von einem Car abgeholt der uns in die Kirche gefahren hat. Diese lag etwa 30 Minuten vom Hotel entfernt. Dort angekommen sind wir in die Kirche herein. Es war eine sehr kleine Kirche bei dem weit aus nie und nimmer 150 Personen drin einen Platz finden. Gerade mal 100 Gäste haben drin Platz. Der Rest musste in der Kirche auf der Seite stehen.

 

Dann ging die Zeremonie los. Im Grossen und Ganzen war es eine sehr schöne Hochzeit. Leider war diese zwar nur auf Portugiesisch das hiess wir Schweizer konnten nichts verstehen, aber wir hatten ein kleines Büchlein wo die ganze Predigt drin stand. Was mich persönlich aber gestört hat war, dass die Leute in der Kirche geredet haben während der ganzen Zeremonie (die Portugiesen). Aber das ist vermutlich die Tradition dort. Wir Schweizer Bünzlis sind da sehr ruhig und korrekt. Nach etwa           1 Stunde war die Kirche dann zu Ende. Draussen haben wir dem glücklichen Brautpaar gratuliert und Fotos gemacht.

 

Danach fuhr uns der Car zur Location, wo wir zu Ende feierten. Es war so eine Art Lodge, wirklich sehr schön. Draussen hatte man genug Platz. Es hatte eine Wiese mit einem Springbrunnen und einen sehr schön eingerichteten Saal.

 

Zuerst assen wir draussen einen Apéro welcher grössten Teils aus Fisch bestand. Später gab es dann noch feinen Schinken, Brot und Käse. Der Apéro dauerte etwa 2-3 Stunden. Zwischen durch wurden aber noch Fotos mit dem Brautpaar gemacht.

 

Etwas später dann um 19 Uhr wurden wir zu Tisch gebeten. Es gab leckeres Essen. Folgendes Menü gab es:

 

 

BILD folgt

 

Zwischen den Gängen musste sich das Brautpaar immer wieder küssen. Dies zeigte sich dadurch das wenn die Gäste mit dem Besteck auf den Teller klopften oder an die Gläser, dann war dies das Zeichen dafür. Irgendwie ist das so Tradition. Es konnte jeder im Saal so bestummen werden, wer sich küssen sollte. Das ganze ging sicher mindestens 10 Mal wenn nicht mehr über die Bühne.

 

Später fand dann noch zwischen dem Hauptgang und dem Dessert der Brautpaar-Tanz statt. Natürlich tanzen dann später alle noch zusammen weiter, bis das Ganze dann Hunger gab und man sich auf das Dessertbuffet stürzte. Spiele oder Ähnliches wie es in der Schweiz manchmal gibt fanden keine statt.

 

Etwa gegen 01:30 Uhr nach der Party hiess es dann für uns auf ins Taxi zum Hotel. Wir waren schon ziemlich müde und gingen deshalb danach ins Bett, denn am Morgen ging es mit der Schweizertruppe noch an ein Papierfest.

 

 

TAG 3:

 

 

Wir sind am Morgen dann relativ spät aufgestanden. So um circa 11 Uhr gingen wir dann Frühstücken. Es gab ein Buffet mit diversen Köstlichkeiten.

 

Danach gingen wir uns ein wenig die Stadt Evora anschauen, denn wir wurden erst um 15:00 Uhr mit dem Car abgeholt. Wir gingen in diversen Souvenirshops. Sehr bekannt in Evora ist der Kork. In den Läden gab es fast alles aus Kork. Vom Portemonnaie, bis hin zu Taschen und Hüte über Postkarten. Natürlich haben wir dort ein paar Sachen gekauft. Die Stadt ist klein aber sehr hübsch. Es hat dort auch diverse Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel der Diana Tempel:

 

Dies ist der einzige römische Tempel in Südportugal. Der Diana Tempel heisst so, da man vermutet, dass er der Göttin Diana gewidmet war. Er ist recht gut erhalten und es lohnt sich in jedem Fall auch wegen der schönen Aussicht den Tempel anzuschauen.

 

Danach sind wir in ein kleines hübsches Restaurant gegangen und haben auf der Terrasse welche versteckt nach aussen war Platz genommen. Dort haben wir was getrunken und gegessen und neben bei noch unsere Postkarten fertig geschrieben.

 

Als es dann schon relativ spät war gingen wir zum Hotel der Braut zurück und wartete bis der Car uns abholte. Es ging los ans Papierfest, welches all 2 Jahre in Redondo stattfindet. Dieses Fest besteht aus 36 Strassen, welche mit diversen Themen und Mottos aus Krepppapier dekoriert wird.

 

Diese Dekorationen werden alle von Hand erarbeitet. Im September wird jeweils entschieden welche Mottos welche Strasse haben wird. Die komplizierten Mottos mit den Details werden dann schon Ende September erarbeitet. Normalerweise werden aber die anderen Sachen dann Ende der Fasnacht, welche intensiv in Portugal gefeiert wird angefangen. Aber im Grossen und Ganzen kann man sagen dauert eine solche Arbeit 2 Jahre. Ich war sehr beeindruckt von diesen schönen Sachen.

 

 

Als wir dann um etwa 20 Uhr in der Location ankamen wo uns der Car hin brachte wurden wir drei vom Car zurück zum Hotel gefahren, da wir mit unserem Mietauto wieder nach Lissabon fahren mussten.

Nachdem wir dann etwa um 22 Uhr in Lissabon ankamen gingen wir ins Bett denn am nächsten und letzten Tag hatten wir erneut Zeit nochmals ein wenig in der Stadt umher zu laufen.

 

 

 

TAG 4:

 

 

Wir sind früh aufgestanden, haben was gefrühstückt und sind dann aus dem Hotel ausgecheckt. Dann haben wir unsere Koffer zurück ins Auto gebracht und haben erneut zum letzten Mal nochmals die Stadt erkundet. Ein paar letzte Souvenirs für zu Hause durften nicht fehlen. Nach dem Mittagessen machten wir uns dann auch schon wieder auf dem Weg um unser Mietauto abzugeben und an den Flughafen zu fahren.

 

Normalerweise sollten wir 17 Uhr Ortszeit dann los Fliegen. Wir sassen alle schon im Flugzeug und fieberten daraufhin das es bald losgeht. Doch um 17 Uhr waren wir noch nicht in der Luft. Irgendwann erklang die Stimme des Piloten über die Lautsprecher und er teilte uns mit, dass wir wegen dem starken Flugverkehr eine andere Route fliegen müssen. Eigentlich dauerte unser Flug insgesamt 2 Stunden 55 Minuten, er teilte uns aber mit, dass der neue Flug mit der neuen Route 3 Stunden 30 Minuten dauerte. Naja es war nicht so tragisch  als hätte ich dieses Jahr nie Flugverspätungen „Ironie“. Schlussendlich sind wir um 18 Uhr gestartet und mit nur 50 Minuten Verspätung am Flughafen in Zürich gelandet. Und vom Unwetter welches am Geburtstag der Schweiz stattgefunden hat haben wir nichts mitgekriegt. Nur ein paar Feuerwerke haben den Himmel geschmückt.

 

Mein Eindruck von Lissabon ist wunderschön. Ich mag diese Stadt sehr, da es sehr an San Francisco oder Rio de Janeiro erinnert. Aber auch wegen dem schönen alten Stil. Es ist zwar anstrengend immer Berg auf oder Berg ab zu laufen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall. Ich empfehle Lissabon sehr weiter. Das Essen schmeckt auch sehr gut und es hat super viele Einkaufsmöglichkeiten. Mit dem Hopp-On-Hopp-Off Bus werden sehr viel schöne Punkte von Lissabon gezeigt und auch die Geschichte der Stadt etwas näher gebracht.